Lichtbad

Laufzeit: 

23/11/2019 bis 17/01/2020

Öffnungszeiten: 

Dienstag - Freitag

14:00 - 19:00 Uhr

und nach Vereinbarung

Eröffnung: 

Freitag, 22. November 2019 - 19:00
Lichtbad_by_Beba-Fink_@_esc_medien-kunst-labor_©_Foto:_Beba-Fink

In Lichtbad entstehen bio-synthetische Aufnahmen von Körperflüssigkeiten die auf eine morphologische Zellkultur hinweisen. Materialien, die man aus dem Wiener Aktionismus der 1960er Jahre kennt, werden neu erforscht und mittels Projektion durchleuchtet: Der menschliche Körper als biologisches System steht dabei im Zentrum der künstlerischen Untersuchung.

Lichtbad zeigt Cluster aus menschlichen Körperflüssigkeiten, wie Blut, Speichel oder Sperma. “Eigenkörper-Photogramme”, die in Diarähmchen, also zwischen zwei Gläsern, eingequetscht werden und sich plötzlich bewegen. Materialien, die man bisher aus dem Wiener Aktionismus der 1960er Jahre kannte werden in einem neuen Display, fernab der aktionistischen Agitation, präsentiert bzw. Projiziert. In Lichtbad ist das Bewegungsmoment der Flüssigkeiten besonders spannend: Es bewegt sich etwas, ohne Zutun der Künstlerin. Das Dia beziehungsweise dessen Projektion wird zu einem entropisch dynamischen Kunstwerk ohne Pause.

 

Beba Fink: „Licht in den Innen- und in den Aussenraum bringen.
 Licht ins Innere lassen, aus sich herausgehen und doch auch die Möglichkeit haben, ins Innere zu blicken. Der Raum als Ort des Lichts, Zufluchtsort, Aufenthaltsort, Beruhigungsort in einer gehetzten Zeit, dem Trubel entfliehen, und ein paar Augenblicke im Licht baden. Für sich sein. Dem Besucher/der Besucherin die Gelegenheit geben, Licht neu zu erleben, Helligkeit, Wärme und vielleicht auch ein wenig Vitamin D mitnehmen.
 Eintauchen in eine Licht- und Bilderwelt, mit Klängen, nah über Kopfhörer oder auch ganz leise im Raum. Im Stehen, Sitzen, Liegen.

”

 

Die Technik: analog und digital im Dialog: Diaprojektoren mit Overheadprojektoren und Beamern im Wechselspiel. 
Lampen als „natürliche“ Licht- und Wärmequellen. „Lichtbäder“ -„Lichtduschen“, die sich dem Besucher/der Besucherin anbieten, 
auffordern das Licht zu suchen, sich dem Licht stellen, aktiv oder passiv.


Sei es in eine Dia-Schau einzutauchen oder sich unter einen Lichtkegel einer Lampe zu stellen.


Techniken der analogen Fotografie (Lichtexperimente in Form von Fotogrammen, Objektbelichtungen, Cyanotypien etc.) treffen auf die digitale Welt der Bild- und Lichtformen.



Zur „Vitamin-Belichtung“: mittels Tageslichtlampen und UV-B_Lampen - da es in der sonnenlosen Jahreszeit zu einer geringeren natürlichen Vitamin-D-Produktion kommt, besteht die Möglichkeit sich "bestrahlen" zu lassen.

 

Zur „performativen Klang – Belichtung“: Reaktionen auf die Lichtarbeiten im Innen- und Aussenraum. 
Eingeladene KünstlerInnen beteiligen sich in Live-Interventionen oder vorproduzierten Videoperformances oder senden Klangbriefe. Ein Klangteppich oder einzelne Klangereignisse, Fieldrecordings und Eigenkompositionen. 
Ein Unter-Über-, Be-malen der Lichtarbeiten. Ausgleich Ausklang Einklang.
 Sitzgelegenheiten sollen ein ruhiges Abtauchen in den Klang- und Lichtraum ermöglichen. P
erformance-SchauspielerInnen-KlangkünstlerInnen // Soundsender.

 

 

 

Partizipation - Workshopserie

auch für SchülerInnen (in Kooperation mit Kulturkontakt Austria)

 Lichtworkshops mit analoger Technik.

 

Workshop 1

Slideperformance I:

found footage / gefundene unbekannte Dias dienen als Bilder zum „insbildeintreten“
; mit einem Bild/Dia in Diskurs treten oder mit ihm zu verschmelzen
.

 

Workshop 2

Slideperfomance II:

mitgebrachte Dias werden gemeinsam betrachtet, besprochen, analysiert. Zeit und Licht. Alter und Vergänglichkeit. Formen und Farben. Ein Dia-log. Ein New-Slide als Reflexion auf das Alte ist möglich.

 

Workshop 3

Licht und Flüssigkeiten: was passiert mit den unterschiedlichen Aggregatszuständen von Flüssigkeiten - im und mit Licht?


 

Workshop 4

Lichtdesign // Lampen-Bau: designen, bauen


 

Workshop 5

Overhead / Diaprojektor / Dunkelkammer: wer kennt sie noch? Eine Zeitreise in eine (fast) vergessene Kulturtechnik.


 

Workshop 6

Sound/Klang/Licht: fieldrecordings / soundperformance