Obduktion

Intermediale Installation

Laufzeit: 

01/04/2006 bis 30/04/2006

Eröffnung: 

Dienstag, 17. Juni 2014 - 18:15

Elisabeth Schimana: "Der Tod hinterläßt keinen Klang, allein die Lebenden schaffen die akustische Situation am Seziertisch, in die der Leichnam eingebettet ist".

Thomas Freiler: "Man könnte meinen, die hier präsentierten Fotos seien vom Zeitpunkt her zu spät aufgenommen, um noch die Individualität eines Menschen zu zeigen. Aber die Obduktion ist das letzte Porträt und in einer Intensität, die am lebenden Menschen nicht durchführbar ist."

Christian Scheib: "Obduktion" legt bloß, wie sehr der sezierende Eingriff und Autonomisierung der Teil jüngerer Kunststrategien ist: In einen Klang hineinzugehen mit digitaler Klangbearbeitungstechnologie als Seziermesser ist eine der Strategien, Klänge bis zur Unkenntlichkeit zu verdeutlichen eine andere, das unauflösbare Verhältnis von Losigkeit und Kontext in den Mittelpunkt zu rücken ein weiteres, eine Erzählung aus Mobile-artigen Einzelteilen zu formen noch eine.