Art's Birthday 2026
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Der Art’s Birthday (frz. anniversaire de l’art) ist der im Jahr 1963 von dem französischen Fluxus-Künstler Robert Filliou (1926–1987) willkürlich auf den Tag seiner eigenen Geburt, den 17. Jänner und auf 1.000.000 Jahre vor 1963 festgelegte Geburtstag der Kunst.
Der als Hommage an die Kunst initiierte Aktionstag, der die Präsenz der Kunst im täglichen Leben würdigen soll, wird inzwischen jährlich zelebriert und findet weltweit Resonanz. Wir feiern den Geburtstag der Kunst mit einer Liveübertragung aus dem esc mkl auf Radio Helsinki in Graz 92.6 FM und EBU Ars Acustica Group.
20 Uhr Beginn der Liveübertragung auf Radio Helsinki -
Begrüßung mit Reni Hofmüller und Ilse Weber
20.30 – 20.50 Uhr
Afterimage
Deta
Deta ist Radioproduzentin, Sounddesignerin und DJ. In ihrer Live-Performance nutzt sie Plattenspieler, um mit Loops und analogen Artefakten dichte Klangtexturen zu erzeugen. Elemente wie Rauschen, Knistern, Glitches sowie Drones und spontane rhythmische Impulse werden zu einem organischen Gewebe verwoben. Die Auswahl der Schallplatten reicht von Jazz, Ambient, Weltmusik bis zu Techno, wobei die ursprüngliche Quelle nicht unbedingt als solche erkennbar bleiben muss.
Dieses Stück wird auch im Satellitennetzwerk der European Broadcasting Union EBU Ars Acustica Group über den Satelliten Liszt via Lausanne ausgestrahlt.
21 – 21.20
Lass uns singen und filtern
Gorkmann
In Lass uns singen und filtern geht es um Stimmen, Kontrolle und Nachahmung – und darum, wer hier eigentlich wen steuert. Die Maschine filtert, sortiert, wiederholt – und wir wissen nie so genau, ob sie hilft oder nur verwirrt. Das Stück spielt mit der Spannung zwischen menschlicher Präsenz und digitalem Widerhall und lädt das Publikum ein, genau hinzuhören: Wer singt, wer reagiert, und wo verschwimmen die Grenzen?
Gorkmann (Mezzosopranistin Kristina Gorke und Elektronikerin Lino Leum)
Im neu formierten Duo Gorkmann treffen sich die Mezzosopranistin Kristina Gorke und Elektronikerin Lino Leum um neue Klangräume zu erkunden. Erstmals gemeinsam auf der Bühne standen die beiden beim befreiten Musiktheater „Der Freischütz“ – nach der Oper von Carl Mariavon Weber und Friedrich Kind. Bereits damals lag Gorke Leum in den Ohren „doch endlich mal etwas für Gesang und Elektronik zu komponieren“. Drei Jahre später war es soweit, und Leum kam mit der ersten Komposition, die sicher nicht die letzte für dieses Duo gewesen sein wird. Von Zeit zu Zeit holt Leum auch das Akkordeon heraus und aus dem Gesang-Elektronik-Duo wird ein Gesang-Akkordeon-Duo, das statt Klangräumen auch Genre-Grenzen erkundet und auslotet. Je nach Okkasion, Einladung und Gusto, mischt das Duo ihre Instrumente und begeistert mit in dieser Form Ungehörtem.
21.30 – 21.40
maße, gewichte und andere verhältnisse
Max Höfler
Ausgehen von Neuferts Bauentwurfslehre - ein Standardwerk für Architekten, in dem alle architektonischen Normen und festgelegt sind - produziert Max Höfler ein Live-Cut-Up, das sich mit der Normierung unserer heutigen Welt auseinandersetzt.
MAX HÖFLER, freier Schriftsteller. Literaturreferent des Forum Stadtparks (2009-2017). Div. Preise und Stipendien: u.a. Peter-Rosegger-Preis des Landes Steiermark 2012. 2025 Bachmannwettbewerb. Letzte Veröffentlichung: ARBEIT FREIZEIT GEWALT. Commedia (Ritter, 2018). http://max.hoefler.mur.at/
21.50 – 22.10 Uhr
Invisibles
Nayarí Castillo und Hanns Holger Rutz
Improvisation über das Unsichtbare — ein Dialog über immaterielles Wissen, Poesie und Klang. / Improvisation on the unseen — a dialogue around unmaterial knowledge, poetry, and sound.
Nayarí Castillo erforscht in ihren Werken Raum als Material. Unter Verwendung von Text, Objekten, Fotografie, architektonischen Lösungen und Video stützen sich ihre Installationen auf ortsspezifische Konstrukte, die fest mit den Ideen von Reisen, „Erinnerung“, Inklusion und Dialog verbunden sind. Die meisten ihrer Interventionen beschäftigen sich mit Geschichte, persönlichen Erfahrungen, Zeit und Ort und beanspruchen eine Semantik, in der Werkzeuge, Ideen und Geräte, Formen in einem Diskurs vereint sind.
Hanns Holger Rutz ist Klangkünstler, Installations- und Digitalmedienkünstler, Komponist, Performer, Forscher und Softwareentwickler.
22.20 – 22.40 Uhr
Khipu meets Resonating Sculptures
Reni Hofmüller
“Der Klang, den Khipu aussendet, ist das sonifizierte, eigentlich unhörbare Rauschen aus dem Weltraum, das Flüstern der Leere, besucht von Geistern, eine himmlische Partitur, die Klänge der Sphären, die Stimme der Stille.” Constanza Piña Pardo
Klänge der elektromagnetischen Wellen, sich überlagernde Frequenzen unergründlicher Räume – magisch, flüchtig und berührend, das sind die elektropoetischen Klangwelten, die Reni Hofmüller mit den Antennen ihrer Resonating Sculptures erschließt. In Geräusche transformierte Strahlungsemissionen der natürlichen und der menschgemachten Welt, des Kosmos' ebenso wie des technologischen Environments: Rauschen, Knacksen, Zischen, Pfeifen, Vibrieren, Klirren und Klicken, Summen, Schwirren, Schwingen und Dröhnen, Stimmen, Töne und Klänge aus dem Radio.
Dieses Stück wird auch im Satellitennetzwerk der European Broadcasting Union EBU Ars Acustica Group über den Satelliten Haydn via Berlin ausgestrahlt.
