I, HUMAN

Laufzeit: 

23/07/2021 bis 27/08/2021

Öffnungszeiten: 

Vernissage: 

Freitag, 23.7.2021 ab 18.30 Uhr im esc medien kunst labor

 

Dauer der Ausstellung: 23.07.2021 – 27.08.2021
Öffnungszeiten esc mkl: Di – Fr, 14.00 – 19.00 Uhr und nach Vereinbarung.

Wenn Sie sich per email (esc@mur.at) oder per Telefon (+43 316 836 000) anmelden, bleibt der Ausstellungsraum während Ihres Besuches für andere BesucherInnen geschlossen.

Eröffnung: 

Freitag, 23. Juli 2021 - 18:30
©esc_medien kunst labor_I, Human_Saint Machine_Foto:Martin Gross

Wir sind jetzt an einem großen Vorhaben beteiligt, um die Beziehungen und die Kommunikation zwischen allen Wesen und allen Objekten zu vergrößern, zu verstärken, zu verbessern und zu erweitern. [Kevin Kelly]

I, HUMAN erzeugt eine allumfassende sensorische Umgebung von gegenseitig programmierter Harmonie, die im Spannungsfeld von Liebe und Macht zwischen Mensch, Natur und Maschine erzeugt wird.

 

I, HUMAN ist eine Installation – ein Körper – aus einem virtuellen Kern und physischen Skulpturen, die sich wie Tentakel durch den Raum schlängeln und an ihrem Kopf- bzw. Helmartigen Enden mit Kamera und Sensoren ausgestattet sind. I, HUMAN bittet die BesucherInnen mit Emotionen gefüttert zu werden: Einmal in Kommunikation getreten, analysieren sie den emotionalen Status der BenutzerInnen sowie den emotionalen Zusammenhalt der Gruppe. Jeder Kopf erzeugt eine eigene Klanglandschaft, die unterschiedliche antagonistische psychologische Zustände induziert. BenutzerInnen müssen ihren persönlichen Kontext außer Acht lassen, um sich emotional zu synchronisieren.

 

I, HUMAN ist mit einem biophotonischen Experiment im Keller des Centre for Advanced Laser Technologies in Bukarest verbunden. Der Grad der emotionalen Kohäsion steuert die Frequenz und Intensität eines Lasers, der eine Population von Augentierchen mit Energie versorgt. Während sie als lebende Versuchspersonen fungieren, sind die NutzerInnen auch EchtzeitbeobachterInnen des Experiments. Die Installation verwendet Deep-Learning-Algorithmen und Bio-Photonik, um Themen wie Schwarmintelligenz zu untersuchen, testet neue Modelle der Verhaltensökologie und veranschaulicht die Auswirkungen von Technologie auf das menschliche Verhalten.
 

I, HUMAN nutzt Empathie, um die Ernährung/Energieversorgung von Mikroorganismen zu beeinflussen. Es wurde um die Idee der Interkonnektivität entwickelt und analysiert, wie individuelle Interaktionen kollektive Ergebnisse auf verschiedenen Ebenen erzeugen können,indem neue Modelle des technologisch vermittelten synergistischen Verhaltens getestet und Kohärenzmuster identifiziert werden.
 

I, HUMAN ist eine Metapher für unsere Evolution als Spezies, die von unserer Fähigkeit zur Empathie abhängen könnte.

 

Carmen Casiuc, über "Insatiable Machines", eine Einzelausstellung der Künstlerin Saint Machine:

In Zusammenarbeit mit ProgrammiererInnen, PhysikerInnen, IngenieurInnen, 3D-AnimatorInnen und SoundkünstlerInnen entwickelt Saint Machine ausgeklügelte Systeme zur Realisation ambitionierter Produktionen, in denen die Erfahrung des Publikums zum integralen Bestandteil des Kunstwerks wird. Indem sie sich Design, Cyberkultur und spekulativer Fiktion als ästhetische Vorlagen zuwendet, erschafft sie hochtechnologische phygitale Umgebungen, die sich auf christliches Denken und rituelles Verhalten beziehen und gleichzeitig eine animistische Vision einer technologischen Zukunft präsentieren.

Indem sie östliche und westliche Formen verschmilzt und transzendentale Themen mit einem offenen Appell an verkörperte Erfahrungen vermischt, schlägt die Künstlerin einen kulturellen Zustand vor, in dem sich Ästhetik, Spiritualität und Technologie vermischen.

I, Human ist eine der großformatigen Körperinstallationen von Saint Machine, Organismen mit einem virtuellen Kern, die das Publikum durch ein sorgfältig entworfenes Kommunikationsnetzwerk aus verschiedenen Medien wie 3D-Bildgebung, Harz- und Fiberglas-Skulpturen, Sound und Bioart in ihr System assimilieren, das von den sensorischen und psychologischen Daten jedes Benutzers abhängig ist. Wie bei einer religiösen Erfahrung verlangen die phygitalen Werke Glauben und bedingungslose Liebe im Austausch für den Zugang zu einem heiligen Cyberspace, in dem sowohl menschliches als auch nicht-menschliches Leben verbessert und geschützt wird. Die auf diese Weise entwickelte synergetische Beziehung verändert den Bewusstseinszustand des Publikums und ruft transzendentale Erfahrungen hervor, die die Grenzen des Personseins und die Individualität des Ausdrucks in Frage stellen.

I, Human von Saint Machine zeigt eine neue Sensibilität gegenüber neuen Technologien und einen kritischen Blick auf deren allgegenwärtige Verwendung in der heutigen Gesellschaft. I, Human erzeugt eine allumfassende sensorische Umgebung von gegenseitig programmierter Harmonie, die im Spannungsfeld von Liebe und Macht zwischen Mensch und Maschine erzeugt wird.

 

"Das Überleben der menschlichen Spezies wird von unserer Fähigkeit abhängen, zu verstehen, dass wir "die Anderen" sind. [Saint Machine]

 

 

©esc_medien kunst labor_I, Human_Saint Machine_Foto: Martin Gross©esc_medien kunst labor_I, Human_Saint Machine_Foto: Martin Gross©esc_medien kunst labor_I, Human_Saint Machine_Foto: Martin Gross©esc_medien kunst labor_I, Human_Saint Machine_Foto: Martin Gross©esc_medien kunst labor_I, Human_Saint Machine_Foto: Martin Gross
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©esc_medien kunst labor_I, Human_Saint Machine_Foto: Martin Gross©esc_medien kunst labor_I, Human_Saint Machine_Foto: Martin Gross©esc_medien kunst labor_I, Human_Saint Machine_Foto: Martin Gross©esc_medien kunst labor_I, Human_Saint Machine_Foto: Martin Gross©esc_medien kunst labor_I, Human_Saint Machine_Foto: Martin Gross
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