Field
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In Field findet sich die Abkehr vom autonomen Subjekt hin zu hybriden Kollektiven, die in symbiotischer Interaktion mit ihren Ökosystemen stehen. Hei Yuen Mans audiovisuelle Installation nutzt die rhizomartige Verzweigungslogik myzelialer Netzwerke als Paradigma für dezentrale, ökologische Intelligenz. Das skulpturale Werk simuliert den Signalfluss in einem hybriden Netzwerk und übersetzt die unsichtbare unterirdische Struktur des wuchernden Myzels, das Pflanzen verbindet und Ressourcen austauscht, in eine unmittelbar sinnliche Erfahrung für die Ausstellungsbesuchenden.
Field ist eine räumliche Klanginstallation, die aus skulpturalen Knotenpunkten besteht. Abstandssensoren registrieren die Nähe von Besucher.innen und erzeugen dadurch subtile Veränderungen in den Klängen, die mit den nahegelegenen Knotenpunkten verbunden sind. Von jeder Position aus sind Klänge aus verschiedenen Teilen des Raums gleichzeitig zu hören, während jede Bewegung nur einen kleinen Teil der Komposition verändert. Besucher.innen können sich einem Knotenpunkt nähern, dort verweilen oder sich wieder entfernen, während die Klänge an anderen Stellen unabhängig davon weiterlaufen. Die Auswirkung einer einzelnen Bewegung bleibt innerhalb der größeren Klanglandschaft gering und kann sich mit Veränderungen überschneiden, die durch andere Körper hervorgerufen werden. Das Werk kehrt niemals in genau denselben Zustand zurück.
Field greift das Wachstum von Myzel auf. Ein Myzelnetzwerk dehnt sich durch verzweigte Hyphen aus, deren Spitzen auf die Bedingungen in ihrer unmittelbaren Umgebung reagieren. Verschiedene Teile des Netzwerks können gleichzeitig erkunden, aufnehmen, sich verbinden oder die Richtung ändern. Lokale Reaktionen werden Teil einer größeren Struktur, die sich an anderer Stelle weiterentwickelt. Diese Organisation prägt das akustische System des Werks. Jeder Knotenpunkt reagiert nur auf Bewegungen in seiner unmittelbaren Nähe, während jede Veränderung in ein bereits bestehendes Aktivitätsfeld einfließt. Field betrachtet das Myzel als eine lebendige Struktur, die durch gleichzeitige, ungleichmäßige und sich ständig verändernde Begegnungen entsteht.
Vielleicht können wir eine Weile verweilen, lauschen und hören, was die Pilze zu sagen haben.
Kooperationen/Team:
Eine Kooperation im Rahmen des steirischen herbst ’26
Koproduktion:
In Koproduktion mit dem ORF musikprotokoll und mit kunst@werk.
