Distant Skies: Pressure Waves

Laufzeit: 

23/09/2018 bis 16/11/2018

Öffnungszeiten: 

Eröffnungswochenende:

22.9.2018, 11.00 – 19.00 Uhr,

23.9.2018, 14.00 – 19.00 Uhr

Öffnungszeiten:

25.09. –14.10.2018:

Di – Fr, 14.00 – 19.00 Uhr

Sa –So, 14.00 –17.00 Uhr

Öffnungszeiten 16.10. – 16.11.2018:

Di – Fr, 14.00 – 19.00 Uhr

und nach Vereinbarung

Eröffnung: 

Samstag, 22. September 2018 - 14:00

Termine: 

Werke: 

© Kathy Hinde & NASA. Flyersujet: .siacus)

Die Installationen der Ausstellung von Kathy Hinde basieren auf der inhaltlichen Verschränkung von Natur und Technologie und öffnen mittels Fiktion, Fantasie und Poesie das utopische Potenzial des Imaginären: Zukunft wird zu einem offenen Raum von Möglichkeiten. „Kunstwerke begeben sich hinaus aus der empirischen Welt und bringen eine, dieser entgegengesetzte eigenen Wesens hervor, so als ob auch diese ein Seiendes wäre.“ [T.W. Adorno]

Phase Transition, eine skulpturale Klanginstallation, verbindet das natürliche Geräusch tropfenden Wassers von unterschiedlich schnell schmelzenden Eiswürfeln mit künstlichen, metallischen Klängen zu schwebenden oder pulsierenden Tönen im niedrigen Frequenzbereich. Der Ausstellungsraum wird von Schallwellen durchflutet: wie Wasser fließen sie, steigen an und ebben in nicht vorhersagbaren Mustern wieder ab.

 


In Flight ist eine für das esc medien kunst labor entwickelte Installation cyborgartiger Origami-Vögel, die von der Decke hängend scheinbar in ferne Welten gleiten. Im Spannungsfeld von Natur und Technologie kann In Flight auch als Metapher interpretiert werden: Wie weit werden unsere Körper in der Anwendung neuer Technologien zu Cyborgs werden? Werden uns die veränderten Umweltbedingungen auf der Erde dazu zwingen, einen neuen Planeten zu besiedeln? Wie reagieren wir auf die Bedrohung sozialer und demokratischer Errungenschaften, welche neuen Denkräume – Distant Skies – sind notwendig, um neue Entwürfe eines gesellschaftlichen Miteinanders zu entwickeln?

 


In der Klanginstallation Palimpsest von Kathy Hinde und Daniel Skoglund erzeugen spinnenähnliche Roboterwesen Klänge und Geräusche, die sich zu einer Komposition verdichten. Zeichnungen, Klänge und Projektionen überlagern sich Schicht um Schicht wie bei einem Palimpsest, womit ein Schriftstück bezeichnet wird, von dem der ursprüngliche Text abgeschabt und das danach neu beschriftet wurde, aber noch immer Spuren des alten Textes enthält. Im Rahmen des ORF musikprotokoll wird Palimpsest als Konzert-Performance aufgeführt, in der die Grenzen zwischen realer Zeichnung, Videoprojektion und Musik allmälich verschwinden.

 

Kathy Hinde:

“Ich bin Komponistin und bildende Künstlerin. Die Zusammenführung dieser beiden Kunstformen steht im Zentrum meiner künstlerischen Praxis und ist zentral für meinen Schaffensprozess. In meinen Kompositionen setze ich häufig ,offene Partituren‘ und auf Zufall basierende Verfahren ein. Die so entstehenden Werke sind also generativ und unterscheiden sich in der Entstehung und Rezeption in jedem Durchlauf. Die Struktur meiner Kompositionen ist so konstruiert, dass sie Veränderungen durch die konkreten Eigenschaften klanglicher und visueller Ereignisse zulässt, dh. in meinen ‚offenen Partituren‘ definiere ich einfache Regeln, aus denen sich Systeme komplexer Verhaltensweisen entwickeln können. Meine Arbeiten beschäftigen sich mit Natur und Technologie als Reflexion darüber, wie Technologie unser tägliches Leben beeinflusst.

 

Meine Klangstücke werden von der erstaunlichen Anpassungsfähigkeit von Natur, auf veränderte Umweltbedingungen zu reagieren, beeinflusst. Aspekte von in der Natur entstandenen Verhaltensweisen können in nachvollziehbaren, regelbasierten Systemen dargestellt werden. Diese Art der Analyse wird auch in Systemen künstlicher Intelligenz angewandt. Die Verknüpfung von Systemen künstlicher Intelligenz mit Intuition und Instinkt bzw. der Fähigkeit sich anzupassen und zu überleben, finde ich beeindruckend und inspirierend.

 

Die Zusammenarbeit mit KünstlerInnen und TheoretikerInnen aus verschiedenen Disziplinen wie Tanz, bildende Kunst und Naturwissenschaften ist Teil meiner künstlerischen Praxis und beeinflusst meine Arbeitsprozesse. Mit meinen Arbeiten möchte ich zu einer poetischen und einer reflexiven Erfahrung anregen, welche die Wertschätzung des Alltäglichen beinhaltet und zu einer sensibleren Wahrnehmung unserer Umgebung einlädt, verbunden mit einem Gespür dafür, wie wir miteinander umgehen und wir als Gesellschaft mit Natur, Technologie und maschinellen Systemen interagieren.“

 

„Wir wollen dieses Leben bestätigen, keine Ordnung aus dem Chaos hervorbringen, auch keine Verbesserungen der Schöpfung vorschlagen, sondern einfach zum Leben hin, das wir leben, aufwachen, denn dieses ist so außerordentlich, wenn wir den Geist und die eigenen Wünsche einmal beiseitelassen können und es einfach aus sich selbst heraus laufen lassen.“

[John Cage]

  • esc_mkl-DistantSkiesPressureWaves_©_ORF-musikprotokoll_MartinGross

Kooperationen/Koproduktionen: